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Wiegenlied im Herbst
Sonne hat sich müd gelaufen,
spricht: »Nun lass ich's sein.«
Geht zu Bett und schliesst die Augen
und schläft ruhig ein.
Summ, summ, summ!
Mein Kindchen macht es ebenso,
mein Kindchen ist nicht dumm.
Bäumchen, das noch eben rauschte,
spricht: »Was soll das sein?
Will die Sonne nicht mehr scheinen,
schlaf ich ruhig ein.
« Summ, summ, summ!
Mein Kindchen macht es ebenso,
mein Kindchen ist nicht dumm.
Vogel, der im Baum gesungen,
spricht: »Was soll das sein?
Will das Bäumchen nicht mehr rauschen,
schlaf ich ruhig ein.
« Summ, summ, summ!
Mein Kindchen macht es ebenso,
mein Kindchen ist nicht dumm.

When Autumn is upon us
There seems to be such
beauty
In all on earth that
shows


Colors warm and tender
That give us a new lease
Blanket of bright colors
They cover us in peace


Each path in life we
walk now
They each are so defined
With colors of such
majesty
That make our souls
recline


Peaceful day upon us
That gives us pause to
rest
The miracle of Autumn
With colors that are
blest


Season starts with glory
When nature takes it's
sleep
Before her grandest
yawning
Her gift in life unique


For warmth comes in an
instant
As leaves turn in the
trees
Then softly fall upon
the earth
Life's gathered in a
breeze.



Herbstlied
Bunt sind schon die Wälder,
Gelb die Stoppelfelder;
Und der Herbst beginnt!
Rote Blätter fallen;
Graue Nebel wallen;
Kühler weht der Wind!
Wie die volle Traube,
Aus dem Rebenlaube,
Purpurfarbig strahlt!
Am Geländer reifen
Pfirsiche, mit Streifen,
Rot und weiss, bemalt!
Dort, im grünen Baume
Hängt die blaue Pflaume,
Am gebog'nen Ast.
Gelbe Birnen winken,
Dass die Zweige sinken
Unter ihrer Last.
Welch ein Apfelregen
Rauscht vom Baum!
Es legen in ihr Körbchen
sie Mädchen, leicht geschürzet,
Und ihr Röckchen kürzet
Sich bis an das Knie.
Winzer, füllt die Fässer!
Eimer, krumme Messer,
Butten sind bereit!
Lohn für Müh und Plage
Sind die frohen Tage
In der Lesezeit!
Unsre Mädchen singen,
Und die Träger springen;
Alles ist so froh:
Bunte Bänder schweben,
Zwischen hohen Reben,
Auf dem Hut von Stroh.
Geige tönt und Flöte,
Bei der Abendröte,
Und bei Mondenglanz:
Schöne Winzerinnen
Winken und beginnen
Deutschen Ringeltanz!




Leuchte, leuchte, kleine Laterne, leuchte wie der helle Mond.
Der am dunklen Abendhimmel zwischen kleinen Sternlein wohnt.
Blinke, blinke, kleine Laterne, blinke wie ein heller Stern.
Leute schauen aus dem Fenster, Sterne haben alle gern.
Glänze, glänze, kleine Laterne, glänze hell in dieser Nacht.
Zwischen grossen, grauen Häusern, strahlt heut eine Lichterpracht.
Wiege, wiege, kleine Laterne, wieg Dich sanft in dunkler Nacht.
Kleines Schiff aus Lichterschein, sollst mein Weggefährte sein.


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