Träumen mit dem Wind.....

von

Cathy L. Palmer

8 _____________________________ Ankunft in Charleston

Es dauerte fast vier Tage bis sie South Carolina
und die Hafenstadt Charleston erreichten.
In der grossen Stadt Amerikas angekommen,
herrschte so viel Lärm und Treiben, dass Eduardo
ängstlich nach der Hand seiner Mutter griff.
Da standen sie nun mit ihren vielen Bündeln,
und es sah so aus, als ob sie niemand erwartete.
Doch plötzlich war da eine Kutsche und Männer,
die er mit keinem Wort verstand,
sie griffen nach ihren Kisten und Bündeln und
luden alles sorgsam auf das Dach des Wagens.
Eduardo und seine Eltern stiegen ein,
sie waren alle total erschöpft -
los ging die letze Fahrt.

Charleston - was für eine Stadt.
Herrliche Häuser reihten sich wie Perlen aneinander.
Ein Herrenhaus war stattlicher als das andere.
Komisch war nur, dass sie irgendwie quer zur Strasse standen
und ganz schmal aussahen.
Der Hauseingang war seitlich, mal links, mal rechts.
Wie tief bloss diese Häuser waren und wie riesig.
Eduardo konnte aus dem Fenster der Kutsche kaum die Dächer
der Häuser erkennen.
In diesen Häusern war ganz bestimmt mehr als ein Raum.
Alles hier war so anders als zu Hause.

Doch bald schon erreichten sie ihr neues Zuhause.
Es war eine kleine Hütte, umgeben von vielen anderen.
Doch diese hier hatte wohl schon einige Zeit leer gestanden.
An den Wänden standen Betten übereinander,
ein eiserner Ofen befand sich in einer Ecke
und ein grosser runder Tisch mit sechs Stühlen
in der anderen.
Die Hütte hatte drei unterschiedlich grosse Räume.
Eduardo schaute seine Mutter an.
Sie weinte. -
War es vor Glück oder war sie traurig oder gar nur müde?
Vater sagte: „ Das kriegen wir schon hin, dass sieht morgen
gleich schon viel gemütlicher aus“,
und nahm sie beide in den Arm.
Sie waren alle überglücklich, doch so schrecklich müde!
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